Informationen des Kirchenvorstands

An dieser Stelle veröffentlicht der Kirchenvorstand (KV) in Auszügen aktuelle Informationen aus den letzten Sitzungen.

Informationen aus der Kirchenvorstands-Sitzung vom 01.07.2026

Themen der KV-Sitzung:

  • Der erste Teil der Sitzung war der Diskussion einiger Beschlussvorlagen gewidmet – siehe auch Punkt Beschlüsse.
  • Zunächst wurde der Haushaltabschluss 2025 letztmalig kurz angesprochen und angenommen, wobei für die Gemeinde ein Plus von 35.200 € erreicht und verteilt werden konnte. Der Haushalt der Michaeliskindertagesstätte verzeichnete ein Plus von 130.403,56 €, das zum großen Teil aus Nachzahlungen für die Jahre 2021 – 2024 resultiert – s. Beschlüsse. Die positiven Ergebnisse ermöglichen die vorgeschriebene Auffüllung der Rücklagen für die Instandhaltung der Gebäude. 
  • Ab 4. Quartal 2026 gilt für alle nichtdringlichen Bauvorhaben aller Gemeinden in der gesamten Landeskirche ein 2-jähriges Moratorium aus Finanzgründen und aus Gründen der notwendigen Umstrukturierungen auf allen Ebenen der Sächsischen Landeskirche. Aus diesem Grunde können nur noch im auslaufenden Jahr kirchliche Bauanträge gestellt werden. Bau- und Finanzausschuss haben sich dafür ausgesprochen, deshalb einen Antrag für die sehr dringende Sanierung des Daches und von Teilen der Fassade unseres Mietshauses Nordplatz 4 sowie einen Antrag zur mittelfristig dringenden Sanierung des Fußbodens des Glockengeschosses im Turm der Michaeliskirche zu stellen.
  • Des Weiteren wurde die für die Nutzung unserer Gebäude bestehende Gebührenordnung vom Juli 2024 diskutiert und als Entgeltordnung aktualisiert. Sie bildet nun die tatsächliche Entwicklung der uns entstehenden Nutzungskosten für die Nutzung bzw. Miete unserer Räume besser ab. Mit der behutsamen Anpassung der Entgelte sichern wir die langfristige Erhaltung und Nutzbarkeit unserer Gebäude und Räume. Die Entgeltordnung kann im Gemeindebüro eingesehen werden.
  • Der KiTa-Ausschuss hat nach eingehender Prüfung der Sinnhaftigkeit und der versicherungsrechtlichen Aspekte vorgeschlagen, der Leiterin der MichaelisKinderTagesstätte zu gestatten, einen Therapie- und Pädagogikbegleithund in ihrer Einrichtung auf eigene Kosten einzusetzen. Die bedenkenswerten Aspekte wurden im KV eingehend diskutiert und der Einsatz unter einzuhaltenden Auflagen (Freiwilligkeit, Einverständnis der Eltern, angeleinte Haltung des Hundes u.a.m.) einstimmig beschlossen.
  • Es wurde über die Initiative des Netzwerkes Rechte der Natur e.V. informiert, dem Auwald den Status eines Rechtsobjektes und damit eine eigene Stimme zu verleihen. Der KV hat dafür votiert, der Initiative nicht direkt beizutreten, sie mit ihrem Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung jedoch dadurch zu unterstützen, dass ihr die Gemeinde bei Bedarf ggfs. Räume für Veranstaltungen zur Verfügung stellt.
  • Es wurden seitens des Gemeindeaufbauausschusses Ideen für das am 20 September stattfindende Gemeindefest vorgestellt. Im Hinblick auf die parallel stattfindende KV-Wahl wurde das Motto „Du hast die Wahl“ gewählt. Den Handlungsfaden für den Mitmach-Gottesdienst wird die biblische Geschichte „Paulus und Silas“ bilden. Nach dem Gottesdienst wird ein Mittagessen angeboten und es gibt Kaffee und Kuchen. Auch für Spiele wird Raum sein. Es werden noch helfende Personen gesucht, die sich bitte im Gemeindebüro bzw. bei Pfarrerin Deeg oder Frau Badstübner melden.
  • Zum zweiten Teil der KV-Sitzung war der Synodale unseres Kirchenwahlkreises Herr Prof. Dr. Matthias Schwarz eingeladen, um über den Stand des Prozesses Kirche im Wandel (KiW) zu berichten, der wegen der schwindenden finanziellen Ressourcen der Landeskirche dringend forciert werden muss. Als Gäste waren Kirchenvorstände der Christus-KG und der Matthäus-KG aus Region II anwesend.

Die neugewählte Landessynode 2026 – 2032 hat sich konstituiert und ist voll arbeitsfähig. In der letzten Sitzung der alten Synode im März 2026 war zu KiW nur eine kurze Aussprache möglich, wobei aber grundsätzliche Impulse an die neue Synode übergeben wurden, die bei ihrer Herbsttagung 2026 über die Weiterführung von KiW beraten und eine Zeitstruktur erarbeiten wird. Das Landeskirchenamt (LKA) wurde von der Synode zu einer detaillierten Ausarbeitung einer Prüfvorlage zu KiW bis zur Herbstsynode 2026 beauftragt. Prof. Schwarz merkte an, dass der vom LKA in Aussicht gestellte Kommunikations- und Beteiligungsprozess in seiner Wahrnehmung bisher nicht stattgefunden hat. Auch die Ausschüsse der Synode wurden in den Prozess bisher nicht eingebunden. Das LKA ist derzeit wohl mit der Prüfvorlage von KiW befasst. Einige Landeskirchen der EKD sind im Prozess des Strukturwandels bereits weit vorangeschritten, wodurch Erfahrungen für die Sächsische Landeskirche genutzt werden können.

Die Mehrheit der Synodalen fordert ihr Mitspracherecht bei KiW ein, um die daraus erwachsenden Folgen für die Kirchengemeinden vor Ort gebührend berücksichtigen zu können, deren in zahlreichen Stellungnahmen vorliegende Forderungen – wegen und trotz ihrer Vielfalt – unbedingt zu berücksichtigen sind. Nach wie vor ist jedoch bei KiW die seit Jahrzehnten unverändert etablierte zentrale Steuerung durch das LKA von oben nach unten deutlich spürbar. Seitens der Synode sind Forderungen zu mehr Demokratisierung und mehr Mitspracherecht von Synode und von Kirchengemeinden von unten deutlich spürbar. Prof. Schwarz forderte zu Eingaben von Gemeinden/Regionen an die Synode auf, damit Ausschüsse der Synode Arbeitsaufträge erhalten, die zu konkreten Ergebnissen, z.B. Gesetzesvorlagen, führen. Darüber hinaus gibt er den Rat, sich auf die Bündelung von Kräften auf eine Zielrichtung zu konzentrieren, die zukünftige Strukturen in der Gemeinde/Region antizipiert, bevor vom LKA Strukturen vorgegeben werden.

Die Stimmungslage zu KiW in der Synode und das sich daraus ergebende Abstimmungsverhalten zum Prozess sind schwer einzuschätzen. Das trifft auch für das Stimmungsbild im Kirchenbezirk Leipzig zu.

Die Initiative „Kirche von unten“ als Reaktion auf den Prozess KiW wird von Prof. Schwarz zwiespältig eingeschätzt: Einerseits große Wertschätzung von Ehrenamt und seiner Verantwortung – andererseits z. T. naive Einschätzungen zu kirchlichen Prozessen, die die Realität der Gegebenheiten in der Landeskirche verfehlen und keine konstruktiven Lösungsmöglichkeiten auf die objektiv anstehenden Probleme bieten.

Prof. Schwarz ist dankbar für Resonanz und Material aus den Gemeinden, damit er als Synodaler die Gemeinden im Kirchenbezirk adäquat vertreten kann. Unser KV wird den hergestellten Kontakt zu unseren Synodalen pflegen und dankt abschließend Prof. Schwarz für sein Kommen und die Gelegenheit zur Aussprache und Diskussion.

  • Im dritten Teil der Sitzung berichteten die Ausschüsse aus ihrer Arbeit. Dabei erfolgten Nachbesetzungen im Diakonieausschuss durch Daniel Klabunde, im Personalausschuss durch Christiane Findel und Till Reininghaus sowie im Wahlausschuss und im Redaktionsteam des Gemeindeblattes durch Silka Gosch.
  • Die Wählerliste für die KV-Wahl liegt im Gemeindebüro zur Einsichtnahme aus. Die Einreichung der Kandidatur für den neuen KV ist bis 2.8. möglich. Weitere Kandidaturen sind ausdrücklich erwünscht. Die Sitzung des Wahlausschusses zur Zulassung von Kandidierenden zur Wahl findet am 4.8. statt, die Vorstellung der Kandidierenden in den Gottesdiensten am 6.9. und 13.9. Der Aushang der kurzen schriftlichen Vorstellungen der Kandidierenden mit Bild erfolgt ab dem 9.8. in der Michaeliskirche und evtl. auch im Gemeindehaus. Die öffentliche Bekanntgabe der Kandidierenden ist im Gottesdienst gleichfalls am 9.8. geplant.
  • Die Ideengruppe der Regionen I und II berichtete von ihrer Arbeit zur Vernetzung unserer Strukturen. Sie hat ein Ideenpapier zur Kooperation erstellt, das von allen Kirchvorständen beider Regionen beschlossen werden und als Willenserklärung an die Superintendentur und das Landeskirchenamt mit der Hoffnung verschickt wird, dass selbige verbindlich genug ist, um positive Konsequenzen, z.B. im Hinblick auf Vakanzvertretungen und Stellenbesetzungen zu erreichen.

Da jetzt Beschlüsse anstehen, ist die Ideengruppe als Verhandlungsgruppe demokratisch zu legitimieren, in die Vertreter aller KV beider Regionen durch KV-Beschlüsse berufen werden sollten.

Beschlüsse:

Der KV beschließt

  • – den Haushaltsabschluss 2025 für die Gemeinde mit einem Überschuss von 35.200 €, der wie folgt verteilt wird:
  • Rücklage Instandhaltung Kirchplatz 9 Vorderhaus – 4655,61 €,
  • Rücklage Instandhaltung Kirchplatz 9 Gemeindehaus – 12.661,46 €,
  • Rücklage Instandhaltung Nordplatz 4 – 7.873,70 €,
  • Rücklage Kirchenmusik – 10.000 €.
  • – einen Nachtrag zum Haushalts- und Stellenplan 2026.
  • – die Änderung der Gebührenordnung für die Nutzung unserer Gebäude und Räumlichkeiten durch Dritte, die zum 01.07.2026 als Entgeltordnung in Kraft tritt.
  • – einen kirchlichen Bauantrag für die Sanierung des Daches Nordplatz 4 mit einer Projektsumme von 335.533 € zu stellen. Dafür werden Eigenmittel aus den vorhandenen Rücklagen des Gebäudes in Höhe von 290.533 € zur Verfügung gestellt. Zur Ergänzung wird ein Antrag an die Denkmalschutzbehörde der Stadt für Fördermittel in Höhe von 45.000 € eingereicht.
  • – einen kirchlichen Bauantrag für Sanierung des Fußbodens des Glockengeschosses im Turm der Michaeliskirche mit einer Projektsumme von 26.750 € zu stellen. Dafür werden Eigenmittel aus den vorhandenen Rücklagen der Michaeliskirche in Höhe von 3.750 € zur Verfügung gestellt. Der Finanzierungsplan wird ergänzt durch eine beantragte Sonderzuweisung der Landeskirche in Höhe von 10.000 € und durch vom Förderverein Sanierung Michaelis-Kirche gesammelte Spendengelder in Höhe von 3.000 €. Zur Ergänzung wurde ein Antrag bei der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) für Fördermittel in Höhe von 10.000 € eingereicht.
  • – den Einsatz eines Therapie- und Pädagogikbegleithund in der MiKiTa durch die Leiterin der KiTa Frau Fiedler.

Informationen

  • Pfrin. Maria Bartels wird im November eine neue Stelle im Kirchenbezirk Leipzig antreten und damit die Sophienkirchgemeinde verlassen. Dadurch entfällt auch ihre Vakanzvertretung in unserer Gemeinde, was eine beträchtliche Lücke hinterlässt – vor allem im Konfirmationsunterricht, bei Kasualien (Beerdigungen, Hochzeiten, Taufen), im Diakonieausschuss und bei der Betreuung der Pflegeheime sowie bei besonderen Veranstaltungen wie Glaubenskurs, Fastengruppe und Familienfreizeit.  

Lutz Prager


Informationen aus der Kirchenvorstands-Sitzung vom 03.06.2026

Themen der KV-Sitzung

Gemeinsame Sitzung:

  • Diese KV-Sitzung begann gemeinsam mit dem Sophien-KV in der Michaeliskirche.
  • Als erstes haben wir unseren Gästen die Kirche gezeigt, die Sanierungsmaßnahmen erläutert, die Ergebnisse der bisherigen Arbeiten vorgeführt und Fragen dazu beantwortet.
  • Dann haben wir eine gemeinsame Sitzung in der Ostkapelle abgehalten.
  • Pfarrerin Deeg teilte mit, dass die Besetzung unserer vakanten Pfarrstelle derzeit nicht abzusehen ist, da unsere Ausschreibung seitens des Kirchenbezirks wegen eines angekündigten Einstellungsstopps in der Landeskirche nicht an das Landeskirchenamt weitergeleitet wurde. Superintendent Feydt wird sich um eine Einzelfallentscheidung bemühen. Als Voraussetzung dafür wird genannt, dass wir uns in ernsthaften Verhandlungen mit Region II (inklusive Zeitplan) für eine gemeinsame Struktur befinden.
  • Ähnliches gilt für die Besetzung der Gemeindepädagogenstelle in der Sophien-KG, die trotz erfolgreicher Ausschreibung gegenwärtig nicht besetzt wird.
  • Dann berichteten die Teilnehmenden der sogenannten Ideengruppe für die Vertiefung der Zusammenarbeit der Regionen I und II von den erreichten Ergebnissen und gewonnenen Eindrücken.
  • Beide Regionen sind sich einig darin, dass sie nicht abwarten wollen, was uns von Landeskirche oder Kirchenbezirk irgendwann vorgeschrieben wird, sondern selbst initiativreich vorausdenken und ggfs. handeln.
  • Seitens Landeskirchenamt und Kirchenbezirk wird erwartet, dass Region I und II noch bis Ende der KV-Legislatur deutliche Schritte – möglichst durch Abschluss eines Vertrags – in Richtung einer Vereinigung in einem gegenwärtig gültigen Rechtsrahmen unternehmen, d. h. als Schwesterkirchverhältnis, als Kirchgemeindebund oder als Kirchspiel.
  • Die beteiligten KV sind bereit, den Vereinigungsprozess zügig vorzubereiten und die Dinge den neugewählten KVs gut vorgearbeitet zu übergeben, möchten ihnen aber möglichst viel Spielraum für eine endgültige Vertragsgestaltung lassen.
  • Unser KV hat den Landes-Synodalen Prof. Matthias Schwarz für ein Gespräch über den laufenden Prozess „Kirche im Wandel“ Anfang Juli im Gemeindehaus gewonnen und dafür auch Gäste aus den KVs von Sophien und aus der Region II eingeladen.
  • Der Matthäus-KV (Mockau/Schönefeld) aus Region II hat für den 04.06.2026 zu einem gemeinsamen Grillabend zwecks besseren Kennenlernens nach Schönefeld eingeladen, wofür etwa 20 KV-Mitglieder aus unserer Region I zugesagt haben.

Sitzung Michaelis-Friedens:

  • Der Kita-Ausschuss schlägt nach sehr sorgfältiger Vorarbeit den Einsatz eines Therapie-Begleithundes im MiKiGa vor. Der KV ist damit sehr weitgehend einverstanden, möchte jedoch versicherungsrechtliche Details endgültig klären, ehe er den Einsatz beschließen kann.
  • Nach eingehender Information votiert der KV dafür, nicht das sogenannte Bündnis „Widersetzen“ zu unterstützen, das angesichts des AFD-Parteitags am 4. – 5. Juli in Erfurt zu zivilem Ungehorsam aufgerufen hat. Dem Bündnis wurde durch die PAX Jugendkirche die Möglichkeit gegeben, sich im Rahmen der Reihe pizza, pax & politics vorzustellen und mit interessierten Gästen zu diskutieren. Stattdessen soll auf der Homepage und im Newsletter auf die gemäßigtere Initiative sachsen-anhalt WELTOFFEN verwiesen werden https://sachsenanhalt-weltoffen.de. Es sei angemerkt, dass sich Kirche und Diakonie in Mitteldeutschland eindeutig gegen die AFD positionieren und hiermit auf sehr lesenswerte Stellungnahmen verwiesen:  https://www.zusammenstehen.org und https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/produkt/was-waere-wenn-2026/ (eine Broschüre, die Positionen der AfD und der Diakonie zur Sozialpolitik im Vergleich darstellt und zu Diskussionen mit Herz, Freundlichkeit und Offenheit, auch bei kontroversen Perspektiven aufruft.)
  • Abschließend haben sich beide KV vor dem Teekeller zusammengesetzt und den Abend am Grill mit diversen Getränken und vielen Gesprächen – einzeln und in Grüppchen – ausklingen lassen.

Beschlüsse

Der Kirchenvorstand der Michaelis-Friedens-KG beschließt

  • – die Berufung von Frau Silka Gosch in den KV, die als GD- und Abendmahlhelferin sowie Lektorin und als Sängerin in der capella vocalis vielen bekannt ist.
  • – Silka Gosch in den Wahlausschuss für die KV-Wahl zu berufen.
  • – Matthias Weidel als KV-Mitglied zum Vorsitzenden des Wahlausschusses zu berufen.
  • – eine Änderung der Dienstvereinbarung im Michaelis-Kindergarten.

Infos

  • Jörg Reimann hat sein KV-Mandat Ende Mai niedergelegt, wird sich jedoch weiterhin an der Arbeit im Diakonieausschuss als Ausschussvorsitzender bis zum Ende der Legislatur, im Wahlausschuss für die KV-Wahl im September und im Pilgerteam engagieren. Wir sind ihm für seine langjährige, außerordentlich engagierte Arbeit in vielfältigen Funktionen – darunter im Bauausschuss, im Finanzausschuss und in der AG Sanierung der Michaeliskirche – zutiefst dankbar.

Lutz Prager


Informationen aus der Kirchenvorstands-Sondersitzung vom 20.05.2026

Themen der KV-Sitzung:

  • Das Thema dieser Sondersitzung war, die Handlungsoptionen und -spielräume zu besprechen, die sich für unsere Gemeinde und für unser Schwesterkirchverhältnis mit der Sophien-Kirchgemeinde aus dem von der Landeskirche und der Landessynode in Gang gesetzten, in Entwicklung befindlichen Prozess einer nachhaltigen Strukturreform ergeben bzw. abzeichnen.
  • Die Finanzlage der Landeskirche ist durch Mitgliederschwund, sinkende Steuereinnahmen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und steigende Personalkosten so angespannt, dass ursprüngliche Stellenzumessungen bereits 2027 nicht mehr bezahlbar sind. Deshalb wurde von der Landeskirche ein grundsätzlicher Besetzungsstopp vakanter bzw. freiwerdender Stellen im Verkündigungsdienst veranlasst. Unsere vakante Pfarrstelle sowie die Gemeindepädagogenstelle in der Sophienkirch-KG können nur auf dem Weg einer Einzelfallentscheidung in absehbarer Zeit besetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass wir die allgemein gültigen Kriterien erfüllen und eine Strukturverbindung eingehen, die langfristig (also mit Perspektive bis 2035) deutlich über 6.000 Mitglieder umfasst.
  • Wir sind – wie an dieser Stelle mehrfach angesprochen – bereits seit längerem mit der benachbarten Region II (Leipzig Nordost) im Gespräch, ob und wie wir perspektivisch kooperieren können, um gemeinsam auskömmliche Stellen zu schaffen und durch Synergieeffekte Personal einzusparen. Diese Gespräche verliefen in sehr vertrauensvoller Weise, fruchtbar und sehr ermutigend.
  • „Kirche im Wandel“ ist ein sehr komplexes Vorhaben, das sehr ausgewogen und vorausschauend entwickelt und ausführlich diskutiert werden muss, das letztlich durch unser Kirchenparlament – die Landessynode – mit möglichst großer Mehrheit beschlossen werden muss. Das ist ein langwieriger Prozess, der einige Jahre in Anspruch nehmen wird und auf dessen Abschluss nicht gewartet werden kann.
  • Wirksame Veränderungen müssen also auf der Grundlage des bestehenden kirchenrechtlichen Rahmens erfolgen. Dieser sieht 4 Arten von Zusammenschlüssen vor: zu einer Kirchgemeinde, zu einem Schwesterkirchverhältnis, zu einem Kirchgemeindebund oder zu einem Kirchspiel.
  • Der KV ist nun aufgefordert, bis zum Ende der Legislatur im November 2026 hinsichtlich einer Vereinigung richtungsweisende Beschlüsse zu fassen, die bindend für den nächsten KV sind.
  • Unser durch innere Notwendigkeit begründete Ziel besteht darin, diesen unausweichlichen Prozess aktiv aus eigener Initiative zu gestalten, um zu sichern, dass wir unsere Identität als Gemeinde bewahren und unsere Strahlkraft behalten können.
  • Der KV hat in dieser Sondersitzung die Vor- und Nachteile der möglichen Optionen für einen Zusammenschluss sowie die Option nichts zu tun und abzuwarten erstmals sehr ausführlich diskutiert.
  • Bei der Option „Abwarten“ geben wir das Heft des Handelns aus der Hand.
  • Die Option „Bildung einer Kirchgemeinde“ belässt jeder Einzelgemeinde am wenigsten Eigenständigkeit- die Einzelgemeinden verlieren den Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts.
  • Die Bildung eines „Schwesterkirchverhältnisses“ ist mit der einzig ernsthaft in Betracht kommenden Region II nicht möglich, weil wir nach geltendem Recht zu viele Gemeinden für diese Form sind.
  • Bei der Bildung eines „Kirchspiels“ ist die Zahl der beteiligten Gemeinden nicht begrenzt. Es bleiben viele Kompetenzen in den Ortsgemeinden und ihren Kirchgemeindevertretungen erhalten. Die konkrete Gestaltung des Vertrages zur Bildung eines Kirchspiels ist Verhandlungssache zwischen den beteiligten Gemeinden bzw. Schwesterkirchverhältnissen. Aber auch hier wird ein Gesamt-KV über die grundsätzliche Finanzaufteilung für das Budget jeder Einzelgemeinde, den Zuschnitt und die Zuordnung der Personalstellen sowie die Grundzüge der Immobilienverwaltung entscheiden. Die Einzelgemeinden bleiben jedoch Körperschaften öffentlichen Rechts.
  • Der KV tendiert mehrheitlich dazu, die Bildung eines Kirchspiels zu favorisieren und zu verfolgen. Als Partner dafür kommt nur die Region II in Frage. Sie ist unser direkter Nachbar, wir sind mit ihr zwecks Kooperationen schon länger im Gespräch, die Gespräche verliefen bisher in sehr angenehmer, vertrauensvoller Atmosphäre und führten zu beiderseits positiv empfundenen Ergebnissen. Wir bilden in Gohlis, Möckern, Wahren und Eutritzsch einen räumlich sehr nahen Schwerpunkt von Kirchen bestehend aus Michaelis- und Friedens-, Auferstehungs-, Gnaden-, Christus- und Versöhnungskirche, der Kooperationen in verschiedenen Bereichen sehr erleichtert.

Beschlüsse:

Der KV hat wie vorgesehen keine Beschlüsse gefasst, sondern sich umfassend informiert und die Optionen diskutiert.

Informationen

  • Unsere Schwesterkirche Sophien hat sich in einer eigenen Sondersitzung mit dem gleichen Problem befasst.
  • Wir werden die Ergebnisse unserer Sondersitzungen sehr zeitnah auf einer gemeinsamen KV-Sitzung wechselseitig vorstellen und erörtern.
  • Der gemeinsame Verbundausschuss unseres Schwesterkirchverhältnisses befasst sich ebenfalls mir dieser Problematik.
  • Die „Gemeinsame Ideengruppe“ der Regionen I und II treibt den Prozess gleichfalls voran.

Lutz Prager


Aus der Sitzung vom 06.05.2026

Themen der KV-Sitzung:

  • Im Rahmen unseres Jahresthemenplanes wurde über die Kirchenmusik gesprochen. Kantor Budig konnte leider kurzfristig nicht anwesend sein.
  • Herr Ehlers berichtete zunächst über den Posaunenchor: Es sind konstant ca. 25 Bläser aktiv (14 Männer, 11 Frauen). 2026 tritt der Posaunenchor in 11 Gottesdiensten und 3 außergemeindlichen Veranstaltungen auf. Es ist ein Übungswochenende in Naumburg geplant. Herr Ehlers baut eine Person für Vertretung und ggfs. Nachfolge auf.
  • Der Leiter des Jugendchores, Herr Kühn, wünscht mehr Auftrittsmöglichkeiten für den Chor – auch außerhalb der Gottesdienste. Im Chor ist die Freude an Pop-Musik deutlich spürbar. Der KV begrüßt das,  wünscht sich aber mehr Stücke mit deutlicherem kirchlichen bzw. religiösen Inhalt, in Abhängigkeit vom Anlass. Moderne Kirchenmusik sollte eine spürbare Rolle spielen. Der KV stimmt einer Verschiebung der Altersgrenze der Chormitglieder nach oben zu, wenn für neue Chormitglieder der Anschluss an das Ende der Kurrendezeit gewahrt bleibt. Vom Kirchenbezirk können weiterhin keine finanziellen Mittel für die Jugendchorarbeit zur Verfügung gestellt werden.
  • Der KV dankt den Leitern dieser beiden Klangkörper ausdrücklich für ihre hervorragende Arbeit!
  • Der Finanzausschuss schlägt vor, die Initiative des Fördervereins Sanierung Michaeliskirche zur Gründung eines Fördervereins zur Unterstützung der Gemeindearbeit (auf Basis der rechtlichen Hülle des bestehenden FV Sanierung MiKi) aufzugreifen und zu entwickeln. Der davon unabhängige Gedanke zur Gründung einer Stiftung sollte parallel weiter verfolgt werden.
  • Till Reininghaus berichtet über seine Lektorenausbildung durch die Ehrenamtsakademie der Landeskirche. Der Lektorendienst ist seit langem eine wichtige Ausdrucksform des sogenannten Priestertums aller Gläubigen. Zudem erfordert die absehbare zunehmende Personalknappheit im Verkündigungsdienst die stärkere Einbeziehung von ehrenamtlich Tätigen. Herrn Reininghaus soll in der Gemeinde Gelegenheit gegeben werden, Gottesdienste mitzugestalten und schließlich auch zu halten.
  • Die Kandidat*innensuche für die Kirchenvorstandswahl 2026 ist ein gutes Stück vorangekommen – hinsichtlich Zahl und für unsere Gemeinde repräsentativer Zusammensetzung. Wir sollten jedoch noch mindestens weitere Kandidat*innen gewinnen. Wir rufen deshalb dringlich alle Gemeindeglieder dazu auf, ihre Mitarbeit im KV ab Dezember 2026 in Erwägung zu ziehen und sich zu bewerben.

Beschlüsse:

Der KV beschließt,

  • – eine Summe von 2.100,00 Euro zur Teilfinanzierung eines Gartenzauns am Gemeindegarten aus der Rücklage „Unbebautes Grundstück – Gemeindegarten“ zu entnehmen.
  • – Personalangelegenheiten im MichaelisKinderGarten.
  • – folgende Personen in den Wahlausschuss für die KV-Wahl 2026 zu berufen: Matthias Behrendt, Jörg Reimann, Till Reininghaus, Daniel Klabunde, Matthias Weidel. Der KV behält sich vor, bei Bedarf weitere Mitglieder in den Wahlausschuss zu berufen.
  • – die für die Arbeit in der Sophien-KG ausgeschriebene Gemeindepädagogenstelle in Region I im Umfang von 0,5 VZÄ zu besetzen.
  • – die begonnenen Gespräche mit Region II in Richtung auf eine intensivierte inhaltliche Zusammenarbeit und ergebnisoffene Prüfung gemeinsamer rechtlicher Strukturen unter dem jeweils geltenden landeskirchlichen Rechtsrahmen zielorientiert fortzuführen.
  • – zur Deckung des Haushaltes 2025 folgende Umbuchungen aus Rücklagen vorzunehmen:
    capella vocalis (177,75 €): Ausgleich aus Rücklage capella vocalis
    Jugendchor (2.530,00 €): Ausgleich zu Lasten Spendenkonto „Unsere Kirchenmusik“,
  • Familien-Rüstzeit (442,91 €): Ausgleich zu Lasten Diakoniefond.

Informationen

  • Am 20.05.26 findet eine Sondersitzung des KV zum Thema Kooperation bzw. Zusammenschluss unseres Schwesterkirchverhältnisses mit benachbarten Regionen statt, wobei die Option der engen Kooperation mit Region II an vorderer Stelle steht. Es sollen auf dieser Sitzung keine Entscheidungen getroffen, sondern die Optionen geprüft und hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile ausführlich diskutiert werden. Landeskirchen- und Regionalkirchenamt fordern von uns deutliche Schritte zur Kooperation im Rahmen der bestehenden landeskirchlichen gesetzlichen Regelungen, d. h. noch vor dem erst mittelfristig abzusehenden Abschluss des Prozesses „Kirche im Wandel“.
  • Am 07.01.26 findet eine Sondersitzung des KV mit unserem Synodalen Prof. Matthias Schwarz zum Prozess „Kirche im Wandel“ statt, bei der Fragen beantwortet bzw. gemeinsam erörtert werden sollen.
  • Für die Sommermonate besteht die Möglichkeit, in der Michaeliskirche eine optisch sehr ansprechende Ausstellung israelischer Briefmarken zu zeigen. Seitens des KV besteht vorbehaltlich versicherungsrechtlicher Fragen, die noch zu klären sind, dafür breite Zustimmung.

Lutz Prager


Aus der Sitzung vom 01.04.2026

Themen der KV-Sitzung:

  • Das Thema unseres Jahresthemenplanes waren die Berichte über die Arbeit der Mitarbeiter des Gemeindebüros, von Frau Kühne und Herrn Findel, sowie unseres Küsters und Hausmeisters Herrn Dose.
  • Herr Findel hob die gute Einarbeitung von und Zusammenarbeit mit Frau Kühne hervor. Das Arbeitsaufkommen ist ausfüllend und umfangreich. Die gute Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Pfarramtsleiterin und mit dem KV-Vorsitzenden ist dabei sehr hilfreich.
  • Frau Kühne fühlt sich durch Arbeitgeber gehört und gesehen – auch was ihre Eigeninitiative und ihr Mitdenken betrifft. Die Funktionalität des Büros wird bzgl. des Zusammenspiels des WLAN-Zugangs mit der Software von Landeskirche und Regionalkirchenamt leider häufig stark behindert. Der KV sagt Unterstützung bei der Lösung der Probleme zu, ggfs. auch durch Investitionen. Ansonsten ist die Hardware-Ausstattung sehr gut. Die Zusammenarbeit mit den Verwaltungsangestellten der Schwester-KG mit dem Ziel der Errichtung einer gemeinsamen Verwaltung wird zielstrebig entwickelt und allerseits sehr bereitwillig vorangetrieben. Zurzeit steht die reibungslose gemeinsame Nutzung der Verwaltungssoftware im Fokus. Dabei werden die Kontakte zur auf diesem Gebiet bereits weiterentwickelten Verwaltung der KG im Leipziger Süden für den Erfahrungsaustausch genutzt.
  • Anschließend berichtete Herr Dose über seine sehr umfangreiche Arbeit als Küster und Hausmeister, die er auch mit Zahlen belegte:

2025: 60 GoDi mit durchschnittlich 157 Besuchern, 15x Abendmahl, 13x GoDi im Gemeindehaus; Materialien zwischen den Kirchen hin- und hertransportieren; 4x Podeste aufgebaut für Konzerte. Der Arbeitsalltag ist sehr kleinteilig mit vielen Reparaturen, Aufräumen und Ordnung halten, Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen, Laubharken, Reparatur von Spielzeugen in den Kindergärten…

Hervorzuheben ist seine Arbeit bei der Koordination der Arbeit von Ableistenden von Sozialstunden (Termin- und Arbeitsabsprachen, Kontrolle), die er auch fortsetzen möchte.

  • Frau Kühne, Herrn Findel und Herrn Dose wurde ausdrücklich für ihre engagierte Arbeit gedankt. Der KV hat die Gelegenheit genutzt, die hohe Wertschätzung und den Dank der Gemeinde zum Ausdruck zu bringen! Es sei hier hervorgehoben, dass Herr Dose im Ehrenamt auch den Vorsitz im zeitlich aufwändigen und sachlich anspruchsvollen und vielfältigen Bauausschuss übernommen hat.
  • Christiane Findel und Daniel Klabunde haben sich als Nachrücke-Kandidaten für 2 vakante Stellen im Kirchenvorstand beworben und vorgestellt. Hier nur kurz:

Frau Findel ist Musikschullehrerin und in der Gemeinde langjährig sehr aktiv – u. a. in der Sanierungsgruppe Michaeliskirche und im Chor.

Herr Klabunde ist von Beruf Großhandelskaufmann und in der Gemeinde bestens bekannt als engagierter Vertreter unseres Küsters sowie als Abendmahls- und Veranstaltungshelfer.

  • Pfarramtsleitende und Strukturausschuss des Kirchenbezirks Leipzig haben gemeinsam beraten – Hauptgründe: Stärkere Verluste an Mitgliedern und Finanzen als bisher erwartet, Umsetzung anstehender Kürzungsrunden sind zu Januar 2027 oder Januar 2028 zu erwarten. Damit verbunden ist die Notwendigkeit der Neugründung größerer Struktureinheiten oder der Zusammenarbeit über die Grenzen einzelner Regionen hinaus. Unsere Region I (Michaelis-Friedens und Sophien) ist schon seit mehreren Monaten in Gesprächen mit Region 2 (Eutritzsch, Gohlis-VersöhnungsKG, Schönefeld, Thekla-Plaußig, Wiederitzsch-Podelwitz, Mockau, Taucha) zu möglichen Kooperationen. Es wird als sinnvoll erachtet, ein klares Votum zum beabsichtigten späteren Zusammenschluss mit Region 2 gegenüber der Gemeinde einerseits und der Landeskirche andererseits zu kommunizieren.

Beschlüsse:

Der KV beschließt,

  • – Christiane Findel und Daniel Klabunde mit sofortiger Wirkung auf je eine im Februar bzw. im März 2026 vakant gewordene Stelle im Kirchenvorstand zu berufen.
  • – Personalangelegenheiten im MichaelisKinderGarten.
  • – den Abschluss der Baumaßnahme „Brandschutzertüchtigung Kindergarten Elsbethstift mit Ausgaben in Höhe von 229 T€.
  • – einen kirchlichen Bauantrag für den 2. Bauabschnitt Innensanierung der Michaeliskirche mit einer Gesamthöhe von 695.000.– €. Dazu werden Fördermittel bei Bund und Land sowie eine Sonderzuweisung bei der Landeskirche beantragt. Die beizubringenden Eigenmittel der Gemeinde in Höhe von 173.750 € werden aus den Gebäuderücklagen der MiKi (in Summe 83.000 €) und aus dem Spendenkonto für die Sanierung der MiKi (90.750 €) entnommen. (Die Neufassung des Beschlusses gegenüber Januar 26 wurde notwendig, weil das LKA von der Gemeinde eine Beteiligung von mindestens 25 % der Projektkosten fordert, d. h. Aufstockung des Eigenanteils von 120 T€ auf 173.750 €.)
  • Der KV stimmt der Erledigungsanzeige an das Landeskirchenamt für die 3. Pfarrstelle des Schwesterkirchverhältnisses mit der Sophien-KG (Wechsel von Pfrin. Deeg auf die 1. Pfarrstelle) und dem Ausschreibungstext für die 3. Pfarrstelle in der vorgelegten Form zu.
  • – zur KV-Wahl 2026:
  • Die Wahl findet in unserer Gemeinde am 20.09.2026 von 11 Uhr – 16 Uhr in der Michaeliskirche statt.
  • Die Wählerliste wird vor ihrer Auslage final überprüft und anschließend laufend aktualisiert. Die Auslage findet vom 14.06.-05.07.26 im Gemeindebüro zu den üblichen Öffnungszeiten statt. Grundlage für die Wählerliste ist das überprüfte und aktualisierte Kirchgemeindegliederverzeichnis.
  • Es wird ein Wahlausschuss eingesetzt.

Infos

Lutz Prager


Aus der Sitzung vom 04.03.2026

Themen der KV-Sitzung

Gemeinsame Sitzung:

  • Im ersten Teil unserer Sitzung haben wir gemeinsam mit dem Sophien-KV im Gemeindehaus in Wahren getagt:
  • Pfarrerin Deeg informierte beide Kirchenvorstände darüber, dass es mittlerweile konkretes Interesse an unserer 3. Pfarrstelle als 50-%-Stelle gibt. Die Kirchenvorstände haben sich darauf verständigt, diese Stelle bis zum Sommer als halbe Stelle bei Michaelis-Friedens auszuschreiben. Zur Vorbereitung dessen wird zeitnah die Erledigungsanzeige bezüglich der frei gewordenen 3. Pfarrstelle über die Superintendentur an das Landeskirchenamt geschickt.
  • Pfarrer Dr. Hein berichtete darüber, dass es für die ausgeschriebene Gemeindepädagogik-Stelle bei Sophien eine aussichtsreiche Bewerbung gibt. Darüber hinaus gibt es zwei Bewerbungen für Vertretungsdienste auf Honorarbasis. Es wird eine Gruppe mit dem Bewerbungsverfahren beauftragt. Beide KV stimmten dem zu.
  • Beide KV wurden davon in Kenntnis gesetzt, dass der Endbericht der AG „Kirche im Wandel“ vorgelegt, veröffentlicht und zur ersten Diskussion an eine 6.-7. März stattfindende Landes-Sondersynode übergeben wird. Dieser Bericht ist öffentlich und abrufbar unter https://kirche-im-Wandel.org
  • Unser KV hat den Sophien-KV für einen gemeinsamen Abend zum besseren Kennenlernen unserer Gemeinde und zum gemeinsamen Grillen im Gemeindegarten im Juni eingeladen.

Sitzung Michaelis-Friedens:

  • Almut Grabner hat aufgrund ihrer Elternzeit ihr Mandat als KV-Mitglied zur Verfügung gestellt. Damit sind jetzt 2 Stellen unbesetzt. Der KV hat sich darauf verständigt, auf diese freien Stellen zur nächsten KV-Sitzung möglichst 2 Kandidat*innen für die laufende Legislatur nachzuberufen, um die Beschlussfähigkeit bei den kommenden Sitzungen sowie die Ausschussarbeit zu gewährleisten.
  • Unsere Gemeinde wird in Dankbarkeit zum Andenken an Johannes Spenn im Rahmen der Aktion Baumstarke Stadt die Patenschaft für einen neugepflanzten Baum in unserem Gemeindegebiet an der Kreuzung Cöthner / Lindenthaler Straße übernehmen.
  • Der Abschlussbericht der AG „Kirche im Wandel“ wurde sehr kontrovers diskutiert. Seitens der AG wurde darauf hingewiesen, dass der Prozess als ergebnisoffene Diskussion ohne abgeschlossene Beschlussfassung auf der Sondersynode am 06. und 07.03.2026 zu verstehen ist. Diese Aussage stößt im KV auf Skepsis. Deshalb wurde vom KV der Entschluss gefasst, die Leipziger Synodalen vor Beginn der Sondersynode noch einmal nachdrücklich auf unsere Stellungnahme zum Zwischenbericht im August 2025 aufmerksam zu machen, unsere gesetzten Schwerpunkte noch einmal zu benennen und unsere Zweifel zum Ausdruck zu bringen, ob die vielen Stellungnahmen aus den Gemeinden der Landeskirche gebührend berücksichtigt wurden.
  • Die Zukunft des Instagram-Teams ist auch nach der Verabschiedung von Vikarin Eva Hohmuth durch ihre Initiative personell abgesichert. Dafür und für ihre sonstige engagierte, vielseitige und erfolgreiche Arbeit in der Gemeinde sind wir ihr sehr dankbar.

Beschlüsse

Der Kirchenvorstand der Michaelis-Friedens-KG beschließt:

  • – die Ausgangskollekte am 23.08.2026 dem Diakoniefond zu widmen.
  • – Matthias Weidel als Nachfolger für Johannes Spenn zum Mitglied der Kirchenbezirkssynode zu wählen.

Infos

  • Die Ergebnisse der Sondersynode zur Diskussion zum Abschlussbericht der AG „Kirche im Wandel“ sind über die Website der Landeskirche abrufbar.

Lutz Prager


Aus der Sitzung vom 04.02.2026

Themen der KV-Sitzung 

  • Zu Beginn haben wir mit großer Betroffenheit unseres verstorbenen langjährigen KV-Mitglieds Johannes Spenn gedacht. Er hat im KV als Organisator und Ideengeber einer Vielzahl von Gemeindeveranstaltungen sowie als Leiter des Diakonieausschusses eine große Lücke hinterlassen. Wir behalten ihn in guter und sehr dankbarer Erinnerung.  
  • Im Rahmen unseres Jahresthemenplanes berichtete Pfrn. Maria Bartels zunächst über die Seniorenarbeit. Für sie steht die Arbeit in den Seniorenheimen an erster Stelle. Viele Kontakte zu den Heimen erfolgen über Trauerfeiern. Im Gemeindehaus finden wöchentlich der Spieletreff (eigentlich nicht nur für Senioren, Mitspieler*innen gesucht) und der „Kompetenzkurs Musik und Bewegung“ statt (15 – 20). Das Ehepaar Doerffel, dem dafür großer Dank gilt, organisiert einmal im Monat den „Fröhlichen Seniorenkreis“, der sehr rege besucht wird (ca. 20 Teilnehmer*innen), meist mit einer/m Vortragenden zu Kultur, Reisen, Gemeindearbeit oder sonstigen interessierenden Themen sowie einer Tasse Kaffee und etwas Gebäck. Ein letzter Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Seniorenweihnachtsfeier.
  • Adelheid Rentsch berichtete über die Diakonische Arbeit. Der Besuchsdienst wird – gemessen an der Resonanz und den Rückmeldungen von den Begegnungen – sehr gut angenommen. Hier wäre Verstärkung und Verjüngung wünschenswert (gegenwärtig ca. 15 Personen). Ein diakonischer Gottesdienst wurde vorbereitet. Zum Johannisfest wurde im vorigen Jahr wieder der Teekeller eingeladen. Zur Arbeit mit Migrant*innen im Nordkaffee im Gebäude der Methodisten-Gemeinde wird enger Kontakt gehalten.
  • Es erfolgte eine kontroverse Aussprache zur Initiative „Kirche von unten“, die sich kritisch mit dem Entwurf der AG „Kirche im Wandel“ der Landessynode auseinandersetzt und zur Unterschrift unter eine Petition aufruft. Dem überwiegenden Teil des KV erscheint diese Initiative als zu wenig konstruktiv und ihre Kritik als zu holzschnittartig. Eine Minderheit vertritt die Meinung, dass sie jedoch nicht unbedingt den Anspruch erfüllen muss, letztgültig durchdacht und reflektiert zu sein, sondern dass sie ihren Hauptzweck, den Diskurs am Leben zu erhalten und der kritischen Basis eine kraftvolle Stimme zu geben, gut erfüllt. Sie thematisiert das Gefühl der fehlenden Wahrnehmung und Wertschätzung der eingesandten Diskussionsbeiträge. Unser KV überlässt seinen Mitgliedern die Positionierung dazu eigenverantwortlich.
  • Der kirchliche Bauantrag zum 2. Bauabschnitt der Innensanierung der Michaeliskirche wurde nicht beschlossen, da die Landeskirche auf einem Eigenanteil unserer Gemeinde von 25 % der Projektkosten – das sind 174.000 € – besteht. Das ist ohne erneute Diskussion im Finanzausschuss und im KV zur Prioritätensetzung beim Finanzmitteleinsatz nicht zu verantworten.
  • Der KV beschließt, die energetische Sanierung des Gemeindehauses ohne Fördermittel durchzuführen, da aus Sicht des Bauausschusses die Anforderungen des FM-Gebers teils überzogen, teils im konkreten Falle nicht passfähig sind und die zusätzlichen Kosten die Fördermittel weit übersteigen würden. Alternative: Ausführung ohne Förderung lediglich in der gesetzlich geforderten Ausführung. Der Bauausschuss wird die konkreten Zahlen vorlegen.

Beschlüsse:

Der KV beschließt,

  • – den Abschluss des Bauhaushaltes „Lieblingsplätze – behindertengerechtes WC in der Michaeliskirche“ mit einem Defizit in Höhe von 1.750 € ab, das aus dem laufenden Haushalt ausgeglichen wird.
  • – einen Betrag von 10.000 € der Rücklage „allgemeine Gemeindearbeit“ zu entnehmen und der Instandhaltungsrücklage „Glocken Michaeliskirche“ zuzuführen.
  • – einen Betrag von 5.000.– € der Rücklage „allgemeine Gemeindearbeit“ zu entnehmen und der Substanzerhaltungsrücklage „Orgel Michaeliskirche“ zuzuführen.

Infos

  • Die Lichtshow Enlightenment im Dez./Jan. war hinsichtlich des Besucherandranges und der Mieteinnahmen, die der Substanzerhaltungs- bzw. der Instandhaltungsrücklage der Friedenskirche zugeführt werden, ein Erfolg. Für 2026/27 wird die Fortsetzung der Zusammenarbeit avisiert.
  • Für Frau Prof. Dr. Alena Michaela Buyx (Medizinethikerin) konnte für die im Januar ausgefallene Kanzelrede ein Ersatztermin gefunden werden: 12. April 2026 in der Michaeliskirche.

Lutz Prager


Aus der Sitzung vom 07.01.2026

BericThemen der KV-Sitzung:

  • Der KV hat Dr. Till Reininghaus in den Kirchenvorstand nachberufen, nachdem er ihn zu Person und Motivation befragt hat. Till Reininghaus ist 46 Jahre alt, von Beruf Musikwissenschaftler. Er ist bereits langjährig in Ev.-Luth. Gemeinden aktiv und besitzt Erfahrungen als Kirchenvorstand. Er ist in unserer Gemeinde engagiertes Mitglied des Gemeindeaufbauausschusses und unterstützt den KV bereits als Lektor, GD- und Abendmahlhelfer.
  • Für die KV-Freizeit Ende Januar in Herrnhut, teils gemeinsam mit dem KV der Gemeinde in Neukirch/Lausitz und Pfarrerin St. Klumpp (vormals Vikarin in unserer Gemeinde), werden seitens einer Vorbereitungsgruppe folgende Schwerpunkte gesetzt: KV-Wahl 09/26, Erstellen von „Werbematerialien“ für die KV-Wahl, Rückblick laufende KV-Legislatur, gegenseitiges Kennenlernen mit dem KV Neukirch/Lausitz, Andachten, Kraftquellen.
  • Seitens der Betreuer des Teekellers wurde der Wunsch geäußert, dass sich unsere Gemeinde über die großzügigen Geldspenden hinaus intensiver persönlich durch thematische Mitgestaltung der Zusammenkünfte einbringen könnte. Dafür sind hiermit Ideen und Beiträge von Gemeindemitgliedern angefragt. 

Beschlüsse:

Der KV beschließt,

  • – Till Reininghaus auf eine zum Jahresende 2025 durch den Wegzug von Florian Lange aus Leipzig frei gewordene Stelle im Kirchenvorstand nachzuberufen.
  • – hinsichtlich des 2. Bauabschnittes der Innensanierung der Michaeliskirche einen kirchlichen Bauantrag für Baumaßnahmen mit einer Gesamthöhe von 695.000.– € mit folgender Finanzierung zu stellen:

Fördermittel Denkmalschutz von Bund und Land          455.280,00 €
Zuschuss der Landeskirche                                           120.000,00 €
Eigenmittel (Spenden, Rücklagen, Förderverein)         119.720,00 €

  • das Ortsgesetz zur KV-Wahl 2026 in der vorgelegten Form.
  • Der KV soll wie bisher aus den Pfarrern der Region I (z. Z. 3) und 14 ehrenamtlichen Kirchenvorständen bestehen, davon 10 zu wählenden und 4 zu berufenden.

Infos

  • Die Einrichtung des barrierefreien WCs in der Michaeliskirche im Bereich neben der Ostkapelle (Fliesenlegen, Malerarbeiten, Aufarbeitung der Oberlichter, Einbau des Beckens, Einbau einer Rampe zur Überwindung der Treppenstufe im Zugang) wurde fristgemäß abgeschlossen und von den zuständigen Prüfstellen (Stadt, Behindertenverband) abgenommen.  Das WC steht damit den Gottesdienst- und Veranstaltungsbesucher*innen zur Nutzung zur Verfügung.

Lutz Prager


Aus der Sitzung vom 03.12.2025

Themen der KV-Sitzung 

Gemeinsame Sitzung:

  • Wir haben im ersten Teil gemeinsam mit dem Sophien-KV in unserem Gemeindehaus in Gohlis getagt:
  • Beide KV hatten sich in ihrer Novembersitzung mit der Wiederbesetzung der durch die Berufung von Pfrin. Deeg freigewordene 3. Pfarrstelle im Schwesterkirchverhältnis beschäftigt und sind zu dem Schluss gekommen, die jetzt verbliebene 50-%-Stelle vorerst nicht auszuschreiben, sondern abzuwarten, bis wie angekündigt auch die 4. Pfarrstelle (gleichfalls 50 %) frei wird, um dann eine volle Stelle ausschreiben zu können. Pfrin. Bartels wurde uns für diese Übergangszeit vom Superintendenten weiterhin als Vakanzvertretung zugeteilt.

Es besteht jedoch gleichfalls Einigkeit darin, dass dieser Zustand Risiken birgt und deshalb regelmäßig zu besprechen ist. Gegebenenfalls wird das Ausschreibungsverfahren dann doch in Gang gesetzt. Es wird z. B. mehrheitlich befürwortet, eine halbe Stelle dann auszuschreiben, wenn vorab geeignete Kandidaten eruiert wurden, die eine 50% Stelle anstreben.

  • Die AG Kirchenmusik unserer Region hat über zwei Treffen mit dem Kirchenmusikdirektor unseres Kirchenbezirks, Herrn Langer, berichtet. Ab 07/27 wird die B-Kantoren-Stelle in Sophien definitiv wegfallen. Eine vollständige Eigenfinanzierung der Stelle durch unsere Region I (unser Schwesterkirchverhältnis) ist nicht darstellbar. Die Arbeitsgruppe ist mit der Stelleninhaberin im Blick auf ihre berufliche Zukunft im Gespräch und entwickelt Lösungsvorschläge für eine Weiterführung der kirchenmusikalischen Arbeit. Denkbar sind Kooperationen mit Region II, selbst finanzierte kirchenmusikalische Dienste und die Übernahme von Diensten durch Ehrenamtliche. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Chor der Sophienkirchgemeinde. Auch inhaltliche Kürzungen sind mit zu bedenken. 
  • Wenn unsere A-Kantoren-Stelle mit dem Ruhestandseintritt von Kantor Budig im Jahr 2030 neu ausgeschrieben wird, ist eine neue Aufteilung der kirchenmusikalischen Aufgaben unumgänglich, die den Wirkungskreis dieser Stelle und weiterer kirchenmusikalisch Mitarbeitenden über die Regionengrenzen hinaus in den Blick nimmt. – Auch hierzu soll Kontakt zu Region II aufgenommen werden. 

Sitzung Michaelis-Friedens:

  • Der KV dankt dem ausscheidenden KV-Mitglied Dr. Florian Lange für seine stets fachkompetente, intensive und freundliche Mitarbeit im Personalausschuss, bei allen Fragestellungen rund um Elsbethstift / Stiftung und im KV und wünscht ihm das Allerbeste für seinen Umzug und den Neustart in Niedersachsen.

Um die Stelle im KV schnell wieder zu besetzen, spricht der KV Kandidaten an, die bereits Interesse für ihre Mitarbeit im neuen KV bekundet haben.

  • Im Teekeller Quelle ist die Personalsituation durch eine längere Erkrankung derzeit sehr angespannt. Es gibt lediglich 2 Vertretungen mit Minijobs a 10 h. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden fangen sehr viel auf. Es wird mit der Normalisierung der Situation ab Anfang 2026 gerechnet.
  • Der 1. Bauabschnitt der Innensanierung der Michaeliskirche wird planmäßig zum Jahresende bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen.
  • Die Einrichtung des barrierefreien WCs in der Michaeliskirche im Bereich neben der Ostkapelle (Fliesenlegen, Malerarbeiten, Aufarbeitung der Oberlichter, Einbau des Beckens, Einbau einer Rampe zur Überwindung der Treppenstufe im Zugang) werden gleichfalls fristgemäß bis Mitte Dezember abgeschlossen. 
  • Die AG Politisches Abendgebet berichtete über ihr Vorhaben: Ziel ist das Schaffen eines Verständigungsortes – zuhören, nicht polarisieren, das gemeinsam Wahrgenommene vor Gott bringen, d. h. Gebet als Zielpunkt und die Möglichkeit der Interaktion an verschiedenen Stationen während der Veranstaltung. Es wurden Ideen für den Ablauf vorgestellt und ausgetauscht.  
  • Als mögliche Themen für die KV-Freizeit Ende Januar 2026 wurden genannt:

Werbekonzept für KV-Wahl (Flyer, „Podcast“), Rückblick auf Legislatur

Was können / wollen / müssen wir uns leisten unter den gegebenen Bedingungen und mit den schwindenden Mitteln?

Der Kirchenvorstand der Michaelis-Friedens-KG beschließt:

  • die Entnahme von 7.460,00 Euro aus der Instandhaltungsrücklage Friedenskirche (Bestand: 118.322,81 €) zum Ausgleich der Kosten für eine elektronische Schließanlage für die Friedenskirche.
  • die KV-Wahl in der Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde vom 13.09.26 auf den 20.09.26 zu verlegen. Grund dafür sind die Vermeidung von Terminhäufungen im September und die zu erwartende höhere Wahlbeteiligung durch die Zusammenlegung mit dem Gemeindefest.
  • die Durchführung der KV-Freizeit Ende Januar 2027 in Kohren-Sahlis.
  • die Ausgangskollekten in den Monaten Februar bis November 2026 für die Substanzerhaltung der gemeindeeigenen, gottesdienstlich genutzten Gebäude (Michaeliskirche, Friedenskirche, Gemeindehaus) zu verwenden. Die Ausgangskollekten im Januar 2026 und im Dezember 2026 kommen dem TeeKeller Quelle zugute.
  • die Kollekten der Gottesdienste vom 07.12.25, 18.01.26 und 08.03.26, in denen die letzten drei Kanzelreden der aktuellen Reihe stattfinden sollen, einem ideellen Zweck/Projekt zu widmen, welches die Kanzelredner*innen im Einvernehmen mit dem Vorbereitungsteam bestimmen können. Die für den 07.12.2025 geplante Ephoralkollekte für den Schulsozialfonds am Evangelischen Schulzentrum Leipzig wird auf den 14.12.2025 (Diakonischer Gottesdienst) verlegt.

Infos

  • Der KV stellt den Abschluss des vollständig ausgeglichenen Bauhaushaltes „Sanierung Fassade / Fenster“ (Außensanierung 2021 – 2023) der Michaeliskirche fest.
  • Am 09.01.26 treffen sich die Verbundausschüsse aus Region I und II zu einem vertieften Kennenlernen.

Lutz Prager


Aus der Sitzung vom 05.11.2025

Themen der KV-Sitzung 

  • Laut Jahresthemenplan waren die Leiterinnen der Kindergärten, Frau Fiedler und Frau Hirse und die Gemeindepädagogin, Frau Badstübner, eigeladen, um über ihre Arbeit zu berichten.

Im MichaelisKindergarten sind zur Zeit 103 von 108 Plätzen belegt, bis 09/2026 sind aber alle Plätze vergeben. Die Bedarfsmeldungen sind jedoch in der Stadt Leipzig stark zurückgegangen, weshalb Maßnahmen zur Gewährleistung der möglichst vollständigen Auslastung ergriffen werden: Platzvergabe kurzfristiger gestalten, in der Gemeinde werben, Durchführung von 3 planmäßigen Rundgängen sowie auch von spontanen Besichtigungen, Aktualisierung der Homepage www.michaeliskindergarten.de, Verkürzung der Sommerschließzeit von 3 auf 2 Wochen, Elternbefragung, ggfs. Verträge mit flexiblen Stundenzeiten, Verbesserung der Digitalausstattung. Im Besonderen sind zu vermerken die gute Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, die Kooperation mit dem Seniorenzentrum Palais Balzac und das Ballsporttraining mit RB Leipzig.

Abnehmende Kinderzahlen machen sich im Elsbethstift stärker bemerkbar. Allerdings sind von 78 Plätzen auch dort derzeit 74 belegt. Gegenmaßnahmen sind u. a. eine monatliche Schnupperstunde für interessierte Eltern, die Gestaltung eines Instagram-Accounts. Ein Nachmittagsangebot für spätarbeitende Eltern wird in Erwägung gezogen.

Die Mitarbeitenden-Situation ist in beiden Kindergärten stabil.

  • Die Gemeindepädagogin Sarah Badstübner ist auch Regionalbeauftragte für Gemeindepädagogik in Region I und Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses unserer Gemeinde.

Die Zahlen in der Kinderkirche sind v. a. bei den jüngeren Jahrgängen stabil. Aufgrund der vielen Anmeldungen wurden zwei der drei Gruppen geteilt und finden 14-tägig statt. Bei den älteren Kindern ging die TN-Zahl zurück. Dies bietet die Chance für intensivere Beschäftigung mit einzelnen Themen, z.B. Krippenbau. Die Zahl der Teilnehmenden am Kindergottesdienst ist (wie fast überall in Leipzig) seit 2024 zurückgegangen (durchschnittlich 6 Kinder). Eine Studie der Uni Leipzig zu familienfreundlichen Gottesdiensten wird besprochen und berücksichtigt.

In der Jungen Gemeinde, die von Frau Georgi geführt wird, existiert derzeit eine stabile Gruppe von 14-17 Teilnehmenden.

Kinder- und Erlebnistage werden sehr gut angenommen. Kirchenführungen für Schulen werden gleichfalls sehr gut nachgefragt. Zum Martinsfest im Rosental kommen – je nach Wetter – 300 bis 1.000 (!) Teilnehmende.

2026 wird es erstmals zwei naturpädagogische Angebote für Erwachsene geben. Kirchenführungen für Schüler werden gleichfalls sehr gut nachgefragt. Zum Martinsfest im Rosental kommen – je nach Wetter – 300 bis 1.000 (!) Teilnehmende.

Für die Familienfreizeit wurde der Förderbescheid der Stadt Leipzig erteilt. Die Taufzahlen haben sich seit 2015 halbiert (entsprechend dem Trend in der Landeskirche).

  • Der KV hat die Bildung einer AG zur Vorbereitung des KV-Wochenendes Ende Januar 2026 beschlossen. Der Schwerpunkt soll dabei auf konzeptioneller Arbeit liegen.
  • Der 1. Bauabschnitt Innensanierung MiKi geht planmäßig zu Ende. Die Platten im östlichen Seitenschiff sind verlegt. In der Brauthalle werden die Arbeiten mit dem Fußboden links und den Arbeiten an den Türen gleichfalls abgeschlossen. Die Reinigung des Fußbodens der Gänge im Mittelschiff wird ins neue Jahr verschoben. Hier sollen keine Platten ausgetauscht werden.

Der Fördermittelantrag für den 2. Bauabschnitt muss bis 17.11.2025 gestellt werden. (Mittlerweile erfolgt, Projektvolumen 695 T€) Der kirchliche Bauantrag muss noch mit dem kirchlichen Baupfleger abgestimmt werden.

  • Die Arbeiten für das barrierefreie WC zwischen Ostkapelle und Sakristei werden fristgemäß bis Ende des Jahres zu Ende geführt.

Beschlüsse

Der Kirchenvorstand beschließt:

  • den Haushalts- und Stellenplan der Michaeliskindertagesstätte in der vom KiTa-Ausschuss aufgestellten Fassung vom 22.09.2025 festzustellen und dem Regionalkirchenamt zur Genehmigung weiterzuleiten. Der Haushalt ist bei Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 1.641.360,00 € ausgeglichen. 
  • einen kirchlichen Bauantrag für die Neuverlegung der Abwasserrohre vor der Südfassade der Friedenskirche zu stellen. Für die Gesamtkosten der Maßnahme sind 21.420 € eingeplant. Es wird eine Sonderzuweisung der Landeskirche über 10.000 € beantragt. Der Eigenmittelanteil in Höhe von 11.420 € wird aus der Substanzerhaltungsrücklage Friedenskirche entnommen.
  • eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Übertragung von Verwaltungsaufgaben im Schwesterkirchverhältnis zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit der Sophienkirchgemeinde abzuschließen. Die Vereinbarung soll nur die Kirchgemeindeverwaltung ohne Leitung und Verwaltung (Trägerschaft) von Friedhöfen, Kindertagesstätten und sonstigen Einrichtungen beinhalten.
  • Personalangelegenheiten des MichaelisKinderGartens.

Infos

  • Der KV hat zur Kenntnis genommen, dass sich der Stiftsvorstand des Elsbethstifts gegen eine Überführung der Trägerschaft von der Stiftung „Ev.-Luth. Vereinigtes Theresia und Elsbethstift“ in die Trägerschaft der Ev.-Luth. Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde zum derzeitigen Zeitpunkt wegen unabwägbarer erheblicher Risiken ausgesprochen hat und beendet die Arbeit der AG Trägerschaft KiTas bis auf weiteres. 
  • Der KV beschließt, dem Vorschlag des Verbundausschusses zu folgen, die mit dem Wechsel von Pfrn. Deeg auf die erste Pfarrstelle freiwerdende halbe dritte Pfarrstelle (50 % VZÄ) im Einklang mit der Sophien-KG nicht sofort auszuschreiben, sondern abzuwarten, ob sie mit einer freiwerdenden Stelle in Sophien kombiniert ausgeschrieben werden kann.
  • Es gibt mit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Thallwitz-Lossatal für die Dorfkirche Falkenhain einen Abnehmer für 22 eingelagerte Kirchenbänke aus der Friedenskirche (aus Denkmalschutzgründen formal als Leihe).
  • Unser KV-Mitglied Dr. Florian Lange zieht Anfang nächsten Jahres aus Leipzig weg und legt deshalb sein Mandat zu Ende Dezember 2025 nieder. Wir sind ihm für seine fachkundige und engagierte Arbeit im KV und insbesondere im Personalausschuss und im gemeinsamen Personalausschuss des Schwester-KV mit der Sophien-KG sehr dankbar. Der KV beabsichtigt, eine Nachberufung vorzunehmen.

Lutz Prager


Aus der Sitzung vom 01.10.2025

Themen der KV-Sitzung

  • Haushalt 2026: Der Haushalt wurde in zweiter Lesung beraten. Es ist mittlerweile so, dass der Haushalt nur durch Rücklagen ausgeglichen werden kann. Aufgrund der Finanzlage der sächsischen Landeskirche, die sich drastisch verschlechtert, muss mit weiter sinkenden Einnahmen gerechnet werden. Deshalb muss und wird der Kirchenvorstand demnächst darüber beraten, in welchen Arbeitsbereichen wir in unserer Gemeinde Prioritäten setzen wollen.
  • Zur Stellenausschreibung der Gemeindepädagogik-Stelle in Sophien hat sich eine Gruppe bestehend aus zwei Kirchvorständen und drei Mitgliedern des Lebenskreises aus Sophien, Pfr. Hein, Pfrn. Deeg und Vik. Hohmuth mit dem Bezirkskatecheten Ekkehard Weber getroffen. In einem produktiven Treffen wurde der Ausschreibungstext erarbeitet, über den nun die beiden Kirchenvorstände entschieden haben. 
  • Der KV hat kurz auf das gelungene Gemeindefest zurückgeblickt.
  • Es wurde ausführlich über die 2026 anstehenden KV-Wahlen beraten. Der Termin hierfür ist der 13.9.26, allerdings ist es möglich eine Verschiebung auf den 20.9.26 zu beantragen. Am 20.9.26 ist Gemeindefest und es erscheint gegenwärtig sinnvoll die Wahl dann durchzuführen, um eine höhere Beteiligung zu erreichen. Es wurde intensiv überlegt, wie und welche Menschen man ansprechen und zur Kandidatur motivieren könnte. Aus der Suptur wurde noch darüber informiert, dass sich die sächsische Landeskirche Gedanken darüber macht, wie man mit potenziell extremistischen Kandidierenden umgehen könnte. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass im Rahmen des Schutzkonzeptes bei Amtsantritt ein Führungszeugnis vorliegen muss. 
  • Der HH- und Stellenplan 2026 für den MichaelisKinderGarten wird vom Kita-Ausschuss am 16. Oktober besprochen und dem KV für die Sitzung Anfang November zugeleitet.

Beschlüsse

Der Kirchenvorstand beschließt:

  • – den Haushalts- und Stellenplan für 2026 in der vom Finanzausschuss in dessen Sitzung am 22.09.2025 aufgestellten und mit dem Datum 22.09.2025 versehenen Fassung festzustellen und dem Regionalkirchenamt zur Genehmigung weiterzuleiten. Der ordentliche Haushalt der Gemeinde weist Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 1.213.351,00 € aus und ist ausgeglichen. Hierzu beschließt der KV insbesondere: Wenn die tatsächlichen Ausgaben den Haushaltsansatz überschreiten, eine Entnahme in Höhe der Überschreitung aus der Rücklage „Heizkosten“ vorzunehmen.
  • Nachdem der Kirchenvorstand der Sophiengemeinde bereits am Vortag einstimmig beschlossen hat, die dortige 0,75 VzÄ Gemeindepädagogik-Stelle (inklusive 5h Religionsunterricht) auszuschreiben, haben wir dies als anstellende Kirchgemeinde ebenfalls beschlossen. 
  • Einen Übertritt und drei Umgemeindungen in unsere Gemeinde.

Infos

  • Stand der Kirchensanierung: Die Arbeiten in der Brauthalle sind weitgehend fertig, am Steinholzfußboden in der Ostseite wird gearbeitet. Ein behindertengerechtes WC zwischen Ostkapelle und Sakristei befindet sich im Bau. Ende November sollen alle für 2025 geplanten Arbeiten fertig sein.
  • Zur Vakanzsituation gab es zur Sitzung keinen neuen Stand. Unterdessen ist aus dem Landeskirchenamt die Bestätigung eingetroffen, dass Friederike Deeg zum 1. November auf die 1. Pfarrstelle entsandt wird, sodass dann die 3. Pfarrstelle ausgeschrieben werden kann. 

Eva Hohmuth