Konzert der Friedenskantorei Leipzig: Gabriel Fauré „Requiem“ und Charles Marie Widor „Messe“
Karten ab Ende August an allen bekannten Vorverkaufsstellen, online und im Gemeindebüro
| Anna-Elisabeth Hempel Sopran William Peart Orgel Friedenskantorei Leipzig Leitung: Veit-Stephan Charles-Marie Widor (1844-1937) Gabriel Fauré (1845-1924) Charles‑Marie Widor legte mit der Messe für zwei Chöre und zwei Orgeln op. 36 ein bedeutendes Werk vor, das die liturgische Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts klanglich bereicherte. Entstanden gegen Ende der 1870er Jahre. Mit der Messe wollte Widor die Feierlichkeit der Liturgie erhöhen, ohne den Gottesdienst unnötig zu verlängern; deshalb sind die Sätze kompakt gehalten und verzichten auf ausgedehnte Wiederholungen.
Gabriel Faurés Requiem Op. 48 gehört zu den intimsten und tröstlichsten Vertonungen des Totenamts aus der Spätromantik. In der Fassung für Chor, Orgel und Sopransolo tritt die zarte, kontemplative Klangwelt besonders deutlich hervor: statt dramatischer Jenseitsvisionen dominiert hier ein Gefühl von Ruhe, Vergebung und ewigem Licht. Die berühmte „Pie Jesu“‑Solozeile für Sopran bildet einen emotionalen Mittelpunkt; die Orgel begleitet zurückhaltend und schafft einen sakralen, fast kammermusikalischen Rahmen, der die vokalen Linien klar zur Geltung bringt.
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