Leipziger Kanzelreden 2019

Die Reihe der Leipziger Kanzelreden 2019 geht zu Ende

Am Buß- und Bettag soll die Reihe der Kanzelreden 2019 mit einem Gesprächsforum ausgewertet und abgeschlossen werden. Wir wollen dabei auf die Kanzelreden zurückblicken, und nach praktischen Konsequenzen suchen und fragen, was wir konkret tun können, damit die Schöpfung weitergeht. Vertreter*innen von ökologisch-sozialen Praxisprojekten aus dem Leipziger Raum werden uns ihre Arbeit vorstellen und uns so anregen schöpfungsbezogen zu handeln.
Das Gesprächsforum findet am 20. November von 14.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr im Gemeindehaus statt. Wir bitten, auch wegen des gemeinsamen Kaffeetrinkens, um Anmeldung unter:
Leipzig.Kanzelreden@evlks.de oder telefonisch im Gemeindebüro.                          Wolfgang Ratzmann

Leipziger Kanzelreden 2019

„Natur – Umwelt – Mensch. Geht die Schöpfung so weiter?“

Prominente Wissenschaftler in der Michaeliskirche Leipzig

Im Jahr des Reformationsjubiläums 2017 fanden in der Michaeliskirche am Nordplatz in mehreren Gottesdiensten Kanzelreden von Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Kirche statt. Diese wurden in den Kirchgemeinden und in der Leipziger Öffentlichkeit stark beachtet. Im Jahr 2019 soll diese gottesdienstliche Tradition wieder aufgenommen werden. Hervorragende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen konnten dafür als Kanzelredner/innen gewonnen werden.

Im Mittelpunkt der Ansprachen 2019 soll die christliche Überzeugung stehen, die Welt, die Natur und den Menschen als Schöpfung Gottes zu begreifen. Dies wird in fünf Themenkreisen exemplarisch entfaltet. Dabei geht es weniger um die weithin überholte Kontroverse von Schöpfungsglaube und Naturwissenschaft, sondern mehr um staunende Einblicke in das Wunder der Schöpfung einerseits und um die uns Menschen gebotene dringliche Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung andererseits.

Dass unsere Schöpfung massiv gefährdet ist, wissen wir und spüren wir alle. Wir wissen, dass die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen sich drastisch reduziert und unser Ökosystem gefährdet ist. Dramatische Wetterphänomene wirken sich nicht nur spürbar auf unser Klima aus, sondern betreffen noch mehr die Armutsregionen unserer Welt. Und vielen ist bewusst, dass die westlichen Gesellschaften mit ihrem individualistischen Lebensstil und ihrem profitorientierten Wirtschaftssystem an der weltweiten Armut und Umweltzerstörung einen wesentlichen Anteil haben.

Was machen diese Fakten und Erfahrungen mit uns? Verdrängen wir sie, weil wir ihnen scheinbar ohnmächtig ausgeliefert sind oder weil wir unser eigenes Versagen nicht wahrhaben wollen? Glauben wir, dass die Schöpfung einfach so weiter geht? Müssen wir unsere Bedürfnisse ändern? Wozu sind die Christen und die Kirchen besonders herausgefordert? Was können wir alle konkret tun?

Die fünf Kanzelreden wollen auf unterschiedliche Weise nicht nur Fakten benennen, sondern uns das kostbare Geschenk der Schöpfung bewusstmachen und uns dazu ermutigen, unsere Verantwortung für die Bewahrung der Natur, Umwelt und des Menschen als Schöpfung Gottes wahrzunehmen.

Folgende Kanzelreden sind 2019 erfolgt:

  • 24. März 2019: Bischof i.R., Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Huber (Berlin):

Der Mensch – auch in Zukunft geschaffen und verantwortlich?


  • 26.Mai 2019: Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger (Leipzig):

Liebe, Hunger und Genuss – ein biochemischer Blick in unseren Körper


  • 23. Juni 2019: Prof. Dr. Harald Lesch (München):

Homo digitalis – der nächste Schritt der Evolution?


  • 1. September 2019: Prof. Dr. Dietrich Borchardt (Magdeburg/Dresden, Link zum UfZ):

Wasser – eine knappe Ressource auf unserem blauen Planeten


  • 27. Oktober 2019: Prof. Dr. Hartmut Rosa (Jena):

Die Natur als Resonanzraum und als Quelle starker Wertungen

Die Kanzelreden Nr. 1-4 können Sie über den verlinkten Titel in Textform zum Nachlesen herunterladen. Die Kanzelrede von Prof. Rosa steht zum Nachhören bereit.

Ansprechpartner: Pfr. Dr. Ralf Günther, Nordplatz 4, 04105 Leipzig, ralf.guenther@evlks.de

www.michaelis-friedens.de