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Jahreslosung 2010
Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Johannes 14,1
Liebe Gemeinde, „seht die gute Zeit ist nah“… Weihnachten steht vor der Tür. Wir blicken voraus und hinein in den Stall von Bethlehem. Gehen Stufen des Glaubens und des Lebens hinauf zur Krippe. Das Titelbild auf unserem Gemeindeblatt lädt uns dazu ein. Und Maria und Joseph erwarten uns mit ihrem Kind. Doch da ist noch jemand. Jemand ohne Heiligenschein. Schaut staunend Maria über die Schulter. Ein Hirte? Ein Gast? Sie? Ich? Wir sind eingeladen auch in diesem Jahr, Christus zur Welt kommen zu lassen, Christus zu uns kommen zu lassen. Der Stall damals, der Futtertrog war Gott recht. Er war sich dafür nicht zu schade. Auch unser Leben ist Gott recht, um darin einen Platz zu haben, um darin anzukommen. Wenn wir das zulassen, wird sich manches, vieles oder gar alles verändern. Das mag uns erschrecken. Veränderungen sind schließlich nicht immer willkommen. Wir haben uns eingerichtet, es uns bequem gemacht. Wir wollen uns nicht aufstören lassen, nicht beunruhigen lassen. Und schon gar nicht Weihnachten. Denn das löst Angst aus. Ein Bibelwort begleitet uns ins neue Jahr, das dieser Angst stand hält. Es steht im Johannesevangelium. Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen Ihre Pfarrerin Ute Ellinger
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51. Aktion Brot für die Welt: „Es ist genug für alle da“
Auch in diesem Jahr wird mit dem 1. Advent die Aktion „Brot für die Welt“ eröffnet.
In mehr als 1000 Projekten jährlich wird gemeinsam mit einheimischen Kirchen und Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. „Brot für die Welt“ versteht sich als Anwalt der Benachteiligten dieser Welt. Die Zahl der Hungernden wächst und auch die Zukunftsfähigkeit der wohlhabenden Nationen steht in Frage, wenn wir so weiterwirtschaften wie bisher. Unsere Erde und die Armen weltweit können unseren Egoismus, unsere Gier nach Mehr nicht mehr tragen. Wir brauchen mehr Achtsamkeit für die Umwelt, nachhaltige wirtschaftliche Programme und Rücksicht auf die Schwachen. Wir brauchen den Respekt vor den Rechten und der Würde aller Menschen, nicht nur der reichen. Gerade deshalb bleibt zugleich richtig, was unsere Kirchen vor fünfzig Jahren zur Gründung von „Brot für die Welt“ motiviert hat: Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit für Menschen, die viel ärmer dran sind als wir. Auch und gerade in der Wirtschaftskrise. Bischof Zephania Kameeta aus Namibia bringt auf den Punkt, worum es heute wie damals geht: „Wir wollen eine Atmosphäre des Teilens schaffen, eine Gesellschaft, in der die Menschen auch an die anderen denken und nicht nur daran, wie sie ihre eigene Tasche füllen können. Es heißt schließlich ‚Unser tägliches Brot gib uns heute’ und nicht ‚Gib mir mein Brot’!“ Solche Grundwerte unseres christlichen Glaubens sind moderner denn je. Sie ermöglichen eine lebenswerte Zukunft für alle. Dankbarkeit für das, was wir empfangen, verbindet sich mit der Bereitschaft zu geben, was uns möglich ist. Dann kann alle Welt sehen, dass wahr ist, was Gott verspricht: „Es ist genug für alle da“. Auch die 51. Aktion „Brot für die Welt“ steht wie schon die 50. unter diesem hoffnungsvollen Motto. „Es ist genug für alle da“ – das ist eine Tatsache. Doch es reicht nur, wenn wir gerecht teilen und auf die Zugangschancen für alle achten. Dafür braucht es auch Ihre Spende. Übrigens wird es auch in diesem Jahr einen Stand der Aktion „Brot für die Welt“ auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt geben. Am 4. Advent gestaltet der Kreis „Tee & Thema“ den Gottesdienst in der Michaeliskirche zu dieser Aktion.
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